Wurzelbehandlung —warum lohnt sich der aufwendige Eingriff?

 

Wer einen entzündeten Zahnnerv hat, leidet unter starken Schmerzen. Schuld sind Bakterien, die direkt auf den Nerv einwirken und zu dieser sehr schmerzhaften Erkrankung führen. Die gute Nachricht: Der Zahn muss nicht unbedingt gezogen werden. Eine Wurzelkanalbehandlung bekämpft die Entzündung und dient gleichzeitig dazu, den Zahn zu erhalten. In unserer Zahnarztpraxis Dr. Schlösser und Dr. Klein in Olpe sind die Zahnärzte auf die endodontische Behandlung, also die Behandlung des Zahninneren spezialisiert. „Jeder Zahn, der erhaltenswert ist, sollte auch gerettet werden. Denn der natürliche Zahn ist immer die besser Lösung als Zahnersatz“, erklärt Dr. Moritz Klein.
Um den Eingriff besser zu verstehen ist es hilfreich, den Aufbau eines Zahnes zu kennen. Unter dem weißen und zudem sehr hartem Zahnschmelz befindet sich eine etwas weichere Schicht, das Dentin. Dadrunter kommt weiches Gewebe, die so genannte Pulpa, die umgangssprachlich auch als Zahnnerv bezeichnet wird. Diese enthält Bindegewebe, Nerven und Blutgefäße. Durch eine tief in den Zahn reichende Karies können Bakterien in den Zahnnerv gelangen. Das Innenleben der Zahnwurzeln, die Wurzelkanäle, ist ein System aus vielen kleinen Verästelungen aus Haupt- und Seitenkanälen, welche eng und gekrümmt sind. Daher ist eine Wurzelkanalbehandlung zwar ein aufwendiges, aber lohnenswertes Verfahren. „Wir beraten und behandeln immer zum Wohle unserer Patienten. Der Einsatz innovativer Technik und kontinuierlicher Fortbildungen ermöglichen uns diese Behandlungsphilosophie auch umzusetzen“, so Dr. Klein.

Hochwertige Technik führt zu erfolgreichem Ergebnis

So verfügt die Zahnarztpraxis Dr. Schlösser und Dr. Klein über eine hochmoderne Ausstattung, die die Behandlungsqualität immens steigert. Einige der feinen Wurzelkanäle sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen. Dadurch können Bakterien im Wurzelkanalsystem verbleiben, welche unter Umständen erneut eine Entzündung hervorrufen. Mit Lupenbrillen und dreidimensionalen Röntgenaufnahmen eines Digitalen Volumentomographen (DTV) können feinste Details beurteilt werden. Zudem hat sich Dr. Moritz Klein eine umfassende Fortbildung im Bereich Endodontie absolviert.

Sanfter Eingriff in einer Sitzung

Mit viel Ruhe und Einfühlungsvermögen führt Dr. Klein den Eingriff durch. Patienten können seiner Expertise vertrauen. Die Wurzelkanalbehandlung beläuft sich in der Regel auf eine Sitzung. Meist genügt eine örtliche Betäubung am Zahn, dann wird die Krone geöffnet und die Nervhöhle gereinigt. Dies geschieht mit feinen Instrumenten aus Nickel-Titan und desinfizierenden Spülungen. Danach wird der Wurzelkanal mit einem biokompatiblen Medikament gefüllt, welches vorübergehend oder dauerhaft im Kanal verbleibt und die erneute Ansiedlung von Bakterien verhindert. Nach der Ausformung, Reinigung und Desinfektion wird der Hohlraum bakteriendicht versiegelt. Auch der Zugang zur Zahnkrone wird mit einer bakteriendichten und stabilen Füllung verschlossen und mit einer Krone versorgt.
Bei einer fortschreitenden Erkrankung kann es passieren, dass die Pulpa abstirbt und ein wurzeltoter Zahn entsteht. Meist nisten sich zusätzlich Fäulnisbakterien ein. Auch hier kann eine Wurzelbehandlung den Zahn retten. Trotz aller Sorgfalt kann es in komplexen Fällen dazu kommen, dass die beschriebenen Maßnahmen nicht zum gewünschten Erfolg führen. „Dann führen wir einen chirurgischenEingriff durch, um den natürlichen Zahn zu erhalten. Dabei wird durch die so genannte Wurzelspitzenresektion die infizierte Wurzelspitze unter örtlicher Betäubung entfernt“, erklärt Dr. Klein.

Revision — die erneute Wurzelbehandlung

Eine Wurzelkanalbehandlung kann durchaus mehrmals durchgeführt werden (Revision). Zunächst wird der Zahn wieder geöffnet und die alte, infizierte Wurzelfüllung entfernt. Dabei werden eventuell vorhandene weitere Wurzelkanäle sichtbar gemacht und das gesamte System gereinigt. „Wir verfügen über hochelastische Instrumente, die wir zur optimalen Reinigung der stark und mehrfach gebogenen Kanäle einsetzen. Unser Fokus gilt zudem den schwer zu erreichenden filigranen Seitenkanälen und Querverbindungen des Kanalsystems“, so der Zahnarzt. Hier kann nach der Reinigung für kurze Zeit ein desinfizierendes und gewebeauflösendes Medikament in den Zahn eingebracht werden, das die Bakterien wirksam bekämpft. Danach wird der Zahn temporär verschlossen. Nach Abschluss der Reinigung und Desinfektion des Zahnes werden die sauberen Kanäle mit der neuen Wurzelfüllung verschlossen.
In der Regel zeigt sich aber gleich bei der ersten Behandlung das gewünschte Ergebnis.

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